Möhrchenkuchen mal anders

Ach herrje, einen richtigen Frühlingstag stellt man sich doch eigentlich anders vor.
Schnee, Schnee und nochmal Schnee. Egal wohin man bei uns im Norden schaut. Obwohl…wir haben ein wenig Grün durch den Schnee schimmern sehen. Neugierig wie wir waren schauten wir nach. Wir haben Krokusse oder Schneeglöckchen erwartet, aber wir entdeckten doch tatsächlich die ersten Ostermöhrchen. Wenn man Glück hat findet man sie in unserer Gegend, wenn auch nur sehr, sehr selten. Da konnten wir nun einfach nicht mehr an einen Möhrchenkuchen vorbei 🙂

Möhrenkuchen2

Für die Vanille-Biskuit-Möhren:
200g Sahne
4 Eier
225g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
1 EL Vanillinextrakt
1 Päckchen Backpulver
240g Mehl
Orangene Pastenfarbe (ersatzweise Pulver)
Ausstecher (oder einfach mit dem Messer gleich große Möhren schneiden)

Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Das Backblech einfetten.
Alle Zutaten in einer Schale cremig rühren. Zum Schluss etwas Pastenfarbe (Pulver) in den Teig geben und 10 Minuten backen. Ist das nicht ein einfaches und schnelles Rezept? Er wird wunderbar weich und sehr fluffig.
Lasst den Blechkuchen nun komplett auskühlen. Ist dies geschenhen, werden auch schon die Möhren ausgestochen oder ausgeschnitten. Wir haben sie ausgeschnitten. Vorher haben wir uns eine kleine Papier-Schablone angefertigt und dann immer mit einem scharfen Messer drum herum geschnitten. Das klappte sehr gut.
Es müssen so viele Möhren sein, wie in einer Reihe dicht auf dicht die Möhren passen. Wir hatten 12 Stück! Wie es genau mit den Möhren weiter geht, dass lest Ihr weiter unten beim Rotweinkuchen.

Für den Rotweinkuchen:
50 g Zartbitterschokolade
4 Eier
200 g weiche Butter
200 g Zucker
250 g Mehl
½ Päckchen Backpulver
1 TL Zimt
2 TL Kakaopulver
125 L trockener Rotwein
Für die Kastenform (30cm): Butter und etwas Mehl

Den Backofen auf 180°C vorheizen.
Schokolade mit einem Messer fein hacken.
Eier trennen. Die Eiweiße gleich steif schlagen und in den Kühlschrank stellen, damit der Eischnee fest bleibt.
Butter und Zucker in einer Rührschüssel mit den Quirlen kräftig durchrühren, bis das ganze schon cremig und hell ist.Die Form einfetten und mehlen:
einfach eine Handvoll Mehl reinschütten und die Form so lange drehen und wenden, bis alle Seiten und Ecken mehlweiß sind.
Jetzt kommen nacheinander die Eigelbe zur Buttercreme. Immer so lange unterrühren, bis keine gelbe Spur mehr erkennbar ist. Mehl mit Backpulver, Zimt, Kakao und Schokolade vermischen, abwechselnd mit dem Rotwein unter die Buttercreme rühren.
Ein drittel vom Eischnee unterrühren, den Rest unterheben.

Etwas Teig in die Form geben und die Möhren nun dicht an dicht in einer Reihe weg in den Teig einstecken. Den restlichen Teig vorsichtig um die Möhren herum in der Form glattstreichen, auf der mittleren Schiene ca. 50 Minuten backen. Macht am besten 10 Minuten vorher schon einmal eine Stäbchenprobe.
Kuchen 15 Minuten in der Form ruhen lassen, dann herauslösen und kalt werden lassen.

In der Zeit könnt Ihr schon einmal in Ruhe die Ganache vorbereiten.

Für die Ganache:
230 g Creme Double, Ersatzweise kann man auch Creme Fraîche nehmen
60 ml heller Zuckersirup von Grafschafter
236 g Zartbitterschokolade, gehackt
½ TL Vanille Extract

Für die Glasur mischt Ihr die Creme double und den Zuckersirup in einem mittelgroßen Topf. Nun erhitzt Ihr das ganze bei mittlerer Stufe, bis die Masse leicht zu köcheln beginnt.
Nehmt den Topf nun vom Herd und fügt die Schokolade hinzu. Deckel drauf und  8 Minuten ruhen lassen.
Rührt nun vorsichtig den Vanilleextrakt unter, bis alles schön glatt ist.
Lasst die Masse nun etwas abkühlen, bis sie lauwarm ist. Wenn Ihr einen Löffel von der Masse aus dem Topf nehmt, sollte diese zäh vom Löffel tropfen.
Ihr könnt diesem Prozess natürlich beschleunigen, indem Ihr den Topf in den Kühlschrank stellt.
Dabei müsst Ihr regelmäßig alle paar Minuten umrühren, damit der Kühlprozess gleichmäßig geschieht.

Bevor Ihr den Guss auf dem Kuchen verteilt, schneidet den „Deckel“ vom Kuchen mit einem Messer vorsichtig und gleichmässig ab. Am besten klappt es, wenn Ihr ihn in der Kastenform abschneidet. Die Form dient so praktisch als schneidehilfe. Alles was über die Form gekommen ist wird einfach mit dem Messer weggeschnitten.

Sofern der Guss abgekühlt ist, kann die Glasur auch schon auf den Kuchen gegeben werden. Es darf ruhig an der Seite herunterlaufen.
Nun geht es auch schon an die „Blumenerde“. Diese besteht ganz einfach aus unseren Lieblingskeksen: Oreos!
Wir haben einfach 10 Kekse in eine Gefriertüte gesteckt und mit einem Nudelholz vorsichtig alles zu kleinen Krümeln bearbeitet. Die Krümel werden nun großzügig auf dr Glasur vereilt. Wenn Ihr möchtet, dann könnt Ihr auch um den gesamten Kuchen noch ein wenig „Erde“ verteilen. Der Fantasie sind ja zum Glück keine Grenzen gesetzt.
Möhrenkuchen1

Als Grün der Möhren kann man mehrere Dinge verwenden:
Einige bevorzugen frischen Dill, frische Petersilie, Blütenpaste,…wir haben uns dieses mal für Fondant entschieden. Wir haben immer 3-4 längliche Blattformen ausgeschnitten und diese dann an einem Schaschlickspieß befestigt.
IMG_7574Die braucht Ihr ganz zum Schluss nur noch in den Kuchen stecken und fertig ist das Werk.

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Wir wünschen Euch einen tollen Frühlingsstart (auch wenn Frau Holle noch immer nicht ermüdet ist)!

Zuckersüße Grüße
Eure Lina und Tina

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11 Kommentare zu “Möhrchenkuchen mal anders

  1. Das ist ein super Idee und lecker sieht er auch noch aus. 😉 Tja wenn das Wetter nicht mitmacht, holt man sich den Frühling mit solch einem tollen Kuchen ins Haus. 😉

    • Hihi, das haben wir uns auch gedacht, Sunny 🙂
      Wie lustig, ich habe gerade entdeckt, dass Du auch eine Beagle-Fellnase hast. Ich (Lina) habe gleich 2 davon!

      Danke für all die lieben Worte!
      Das ist wie Zuckerwatte für die Ohren!

      Liebste Grüße
      Lina und Tina

    • Hallo Judy,
      mach die Möhren ruhig etwas Größer, dann „verschwinden“ sie nicht im Kuchen. Unsere waren recht klein. Es kann sein, dass die Möhren mit hochkommen, aber man kann sie dann eigentlich ganz gut nach unten drücken, wenn der Kuchen schon etwas fester wird.
      Das klappt schon 🙂

  2. Liebe Lina, danke für Dein Kommentar. Hab mich sehr darüber gefreut. Du hast zwei Beagledamen? Wie toll. 🙂 Ja dann kennst Du das wirklich sehr gut. Danke für den Tipp mit dem Überbacken der Hundekekse. Darüber wird sich Diego sehr freuen. 😉 Eine schöne Woche und liebe Grüßle

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