Eine Liebeserklärung an das Klatschbrötchen {in Neuauflage}

Klatschbrötchen – die sind uns wohl alle noch ein Begriff und haben uns in der Kindheit oftmals begleitet!
Beim Kiosk oder selbst beim Bäcker neben der Schule konnte man sie für 70 Pfennig kaufen. Auf dem Schulhof galt man als absolut cool und wurde um den „einfachen“ Zwischensnack bewundert.
Beim gemeinsamen Familienfrühstück auf einem Sonntag morgen durfte es auch mal etwas besonderes sein…also ein Brötchen aufgeschnitten, auf die Unterseite einen Schokokuss gestellt und dann  mit mächtig Krawums und Freude die Oberseite raufklatschen lassen (das war immer das Beste daran). Fertig war das wohl leckerste Brötchen der Welt – das Klatschbrötchen!
Wir haben diesen Klassiker ein wenig aufbereitet und präsentieren euch nun das Klatschbrötchen 2.0 .
Für diese leckeren Teilchen solltet Ihr aber genügend Zeit einplanen, da der Teig in insgesamt 3 Etappen mehrere Stunden ruhen muss.
Dafür wird man dann geschmacklich aber sehr belohnt! Frisch schmecken sie am besten, wie es beim Hefeteig nun einmal so ist. Wir empfehlen Euch also diese auch wirklich ganz frisch zu verköstigen!
Ein weicher und fluffiger Hefeteig, überzogen mit Schokolade und gefüllt mit einer traumhaften Schaumfüllung! Mhhhh…!

Eine Liebeserklärung an die Kindheit und an das Klatschbrötchen
Klatschbrötchen1_600x600_100KBZutaten ( 14 Stück) für den Teig bestehend aus 2 Teilen:
Teil 1:
125 g Mehl
75 ml Wasser
25 g frische Hefe

Die frische Hefe im lauwarmen Wasser in einer Schüssel auflösen. „Füttert“ sie mit einer Prise Zucker. Das Mehl hinzufügen und zu einem Teig verkneten . Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und an einen warmen Ort ruhen lassen. Den Teig nun gehen lassen, bis er seine Größe verdoppelt hat. Je nach Hefe und Umgebungstemperatur dauert dies 30 – 120 Min.

Teil 2:
400 g Mehl
100 g Zucker
1-2 EL Honig
75 g Butter, Zimmertemperatur
2 Eier, Zimmertemperatur
1 Prise Salz
125 ml Wasser

Nun kann der restliche Teig angefertigt werden. Alle restlichen Zutaten, bis auf die Butter, dem Teig aus Teil 1 hinzufügen.
Mit einem Teighaken der Küchenmaschine oder des Mixers durchmixen.Den Teig aus der Schüssel nehmen und kräftig durchkneten, bis er schön elastisch wird. Eventuell  etwas Mehl hinzufügen, damit der Teig nicht so klebt. Den Teig zurück in die Schüssel geben und die Butter hinzufügen. Wieder alles gut durchgekneten, bis Ihr einen elastischen, aber nicht klebrigen Teig erhaltet. Das kann auch ca. 5-10 Minuten dauern. Deckt die Schüssel wieder mit Frischhaltefolie ab und lasst den Teig ein weiteres Mal gehen, bis er seine Größe verdoppelt hat.

Mit einem Teigschaber immer 80 g schwere Teile von dem Teig abnehmen, zu einer Kugel formen und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit einem leicht feuchten Küchentuch abdecken.
Den Ofen auf 200 °C  Ober/Unterhitze  vorheizen und die Teigbällchen währenddessen weitere 30 Minuten gehen lassen.
Nun ab in den Ofen damit und 10Minuten backen. Dann die Temperatur auf 150 °C herunter stellen und weitere 10 Minuten goldbraun backen.
Auf einem Küchengitter in Ruhe abkühlen lassen.

Zutaten für die Schokoladenglasur:
150 g Zartbitter Kuvertüre, gehackt
5 EL Wasser
240 g Puderzucker

Puderzucker und Wasser in einen kleinen Topf geben, mit dem Schneebesen verrühren und kurz aufkochen lassen. Den Topf beseite stellen und die gehackte Schokolade mit dem Schneebesen einrühren. Wenn eine glatte Masse entstanden ist, können die süßen Brötchen auch schon bis zur Hälfte in die Glasur getunkt werden. Gut abtropfen und auskühlen lassen.

Zutaten für die Füllung:
2 Eiweiß
300 g Zucker
3 TL Ahornsirup
40 ml Waser

Für das Frosting gebt Ihr das Eiweiß zusammen mit dem Zucker, Ahornsirup und dem Wasser in eine Schüssel und verrührt dieses über einem Wasserbad. Mit den Rührstäben des Handrühgerätes die Masse ca. 7 Minuten lang aufschlagen. Die Schüssel aus dem Wasserbad nehmen und noch einige Minuten weiterschlagen, bis die Masse abgekühlt ist.
Jetzt die Brötchen halbieren und mit der Tülle 1M auf die Unterseite die unglaublich leckere Schaummasse spritzen. Wenn Ihr keine Tülle zur Hand habt, dann könnt Ihr die Schaummasse natürlich auch großzügig mit einem Löffel/ Messer darauf verteilen.
Nur noch die Oberseite auflegen und tadaaaa – fertig ist das homemade Klatschbrötchen!
Klatschbrötchen1_600x600_100KBDas Klatschbrötchen 2.0 ist nun zwar ohne „Klatsch“, aber dafür mindestens genauso lecker!
Für uns ein absoluter Hochgenuss!

Habt einen tollen Frühlingstag und lasst es Euch gut gehen!

Zuckersüße Grüße,
Eure Lina und Tina

 

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16 Kommentare zu “Eine Liebeserklärung an das Klatschbrötchen {in Neuauflage}

  1. Hach ja, die Brötchen gab’s bei mir am Schulkiosk. Die hat der schlechtgelaunte Hausmeister in den Pausen wie verrückt verkauft. Eure Version macht optisch deutlich mehr her! 😀

  2. Negerkussbrötchen hieß das bei uns…im Ruhrpott sagt man direkt was man will. Heute wäre das für einige Sprachphobiker nicht mehr tragbar….

    Jedenfalls: da Brötchen und Füllmasse eh abkühlen müssen. ….kann man das nicht am Vortag herstellen und erst kurz vor dem Servieren zusammen klatschen? Oder schmecken die Brötchen nicht am nächsten Tag??

    Agent

    • Hallöchen Agent,
      bei und hieß es teilweise auch so.
      Also zur Füllmasse: diese soll man direkt nach dem Wasserbad so lange weiterschlagen, bis sie erkaltet ist. Wir haben sie in der Küchenmaschine schlagen lassen. Davor haben wir dann die Brötchen gebacken, damit diese in der Zeit auskühlen können.
      Die Brötchen schmecken zwar am nächsten Tag noch, aber sind durch den Hefeteig eben härter und nicht mehr so schön weich und fluffig.

      Liebe Grüße
      Lina und Tina

  3. ……oh wie lecker … da läuft mir richtig das Wasser im Mund zusammen!!!

    … und im Ohr habe ich dieses gewisse „Knacken“
    wenn das Oberteil runtergedrückt wird…. ich liebe dieses Geräusch 😀

    Liebe Grüße und DANKE für diese super-tolle Idee!!!
    Katja

    • Jaaaa, dieses Geräusch lieben wir auch ♥
      Lecker!
      In dieser Version muss man sich das „knacken“ allerdings beim Auflegen der Oberseite vom Brötchen denken. Höhö!

      Liebste Grüße
      Lina und Tina ♥

  4. ein Träumchen.. Danke für das Rezept und schon fühle ich mich auf dem Pausenhof stehen mit einem Mohrenkopfbrötchen in der Hand… herrlich !!

  5. Den Ausdruck „Klatschbrötchen“ kenne ich so gar nicht. Bei uns war auch der politisch unkorrekte Name Programm.
    Die sehen schon unanständig lecker aus. Da würde ich jedes schnöde Brötchen vom Becker mit einem Schokokuss drauf gebatscht für stehen lassen!

  6. Pingback: Der linkische Mittwoch - ° Verenas Welt °° Verenas Welt °

  7. Pingback: Brioche im Matschbrötchen-Style | sabo (tage) buch

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